Marode A4-Brücke Eifeltor: Hürth und Köln fordern schnellen Neubau
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Vor OrtDonnerstag, 02. Juli 2026Quelle: Redaktion hürth.today

Marode A4-Brücke Eifeltor: Hürth und Köln fordern schnellen Neubau

Stand: 2. Juli 2026 · Fehler entdeckt? Hinweis senden

Die Eifeltorbrücke auf der Autobahn 4 ist marode – doch konkrete Pläne für einen Neubau gibt es bislang nicht. Das treibt jetzt gleich drei politische Schwergewichte auf die Barrikaden: Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester, Hürths Bürgermeister Dirk Breuer und der Landrat des Rhein-Erft-Kreises fordern gemeinsam einen schnellen Neubau der Brücke, die die A4 über die Gleise des Umschlagbahnhofs Köln-Eifeltor führt.

Der Grund für die Zurückhaltung: Weil das Bauwerk über Bahngleise führt, will die Autobahn GmbH die Brücke erst bei einer größeren Gleissperrung der Deutschen Bahn im Jahr 2028 genauer untersuchen. Erst dann soll geklärt werden, wie es weitergeht. Für die Region ist das deutlich zu langsam.

"Bei dem Thema werde ich ungeduldig", sagte Burmester gegenüber dem WDR. "Ich erwarte Lösungen so schnell wie möglich, Planungen so schnell wie möglich. Das kann auch nicht so lange dauern, bis die Bahn die Sperrung 2028 vornimmt und überlegt, wie es weitergeht."

Für Hürth kommt die Dringlichkeit aus einer zweiten Richtung: Wegen der Sperrung der Bonner Nordbrücke rechnet Bürgermeister Dirk Breuer mit deutlich mehr Verkehr auf der A4. Sollte deshalb auch die Eifeltorbrücke komplett gesperrt werden müssen, drohen nach seinen Worten schwerwiegende Folgen für die Wirtschaft in der gesamten Region.

Schon jetzt ist die Lage angespannt: Weil Lastwagen über 7,5 Tonnen die A4 im Bereich der Brücke nicht mehr passieren dürfen, suchen sich viele Fahrer ihren Weg durch das Hürther Stadtgebiet. "Wir sind an der Belastungsgrenze angekommen", sagt Breuer. "Die Situation ist ja nicht nur für die Autofahrerinnen und Autofahrer ein Problem, sondern vor allem für die Anwohner der Straßen und für die Verkehrssicherheit in unserer Stadt."

Köln, Hürth und der Rhein-Erft-Kreis fordern deshalb, künftig direkt in die Planungen der Autobahn GmbH einbezogen zu werden. "Ein Drittel des Ausweichverkehrs der Bonner Nordbrücke führt über unser Gebiet", erklärte Burmester. "Wir müssen mit am Tisch sitzen, wenn Pläne für die Nordbrücke gemacht werden, wenn Ausweichrouten geplant werden. Wir brauchen großflächige Umleitungsstrecken und auch hier an der A4 rund um das Eifeltor brauchen wir vernünftige Lösungen, um die Situation zu entschärfen."

Bislang haben die Bürgermeister und der Landrat den Eindruck, dass der zuständige Bundesverkehrsminister die Situation der Region nicht ausreichend berücksichtigt. Für Hürther Pendler und Anwohner bedeutet das vorerst: abwarten und mit den Umleitungen leben – während die Kommunen weiter Druck auf Berlin und die Autobahn GmbH ausüben.

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