Hürth unterstützt Familien bei der iPad-Anschaffung für die Schule
Stand: 7. Juni 2026 · Fehler entdeckt? Hinweis senden
Ein Tablet gehört heute zum Schulalltag wie Stift und Heft. Doch nicht jede Familie kann sich die Anschaffung eines geeigneten Geräts problemlos leisten. Die Stadt Hürth reagiert auf diese Realität: Ab dem Schuljahr 2026/2027 erhalten Familien einen sozial gestaffelten Zuschuss für digitale Endgeräte — damit kein Kind im Unterricht abgehängt wird, weil zu Hause kein funktionierendes Tablet vorhanden ist.
Was bedeutet sozial gestaffelt konkret?
Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach dem Haushaltseinkommen der Familie. Wer weniger verdient, bekommt mehr Unterstützung. Wer gut verdient, bekommt weniger oder keinen Zuschuss. Die genauen Einkommensgrenzen und die entsprechenden Beträge werden über die Schulen sowie das Jugendamt der Stadt Hürth kommuniziert, sobald das Programm offiziell startet.
Grundsätzlich gilt: Familien die bereits Leistungen wie Bürgergeld oder Kinderzuschlag erhalten, haben in der Regel Anspruch auf den höchsten Fördersatz. Familien im mittleren Einkommensbereich erhalten einen Teilzuschuss. Die genaue Berechnung richtet sich nach bestehenden sozialen Staffelungsmodellen, die in Hürth bereits in anderen Bereichen — etwa bei Kita-Beiträgen — angewendet werden.
Kein Kind soll digital benachteiligt sein
Dahinter steckt ein klarer bildungspolitischer Grundsatz. Digitales Lernen ist heute kein Bonus mehr, sondern Standard. Wer kein eigenes Gerät hat, kann an Onlineprojekten nicht teilnehmen, kann Hausaufgaben nicht digital erledigen und hat keinen Zugang zu Lernplattformen. Diese Benachteiligung wirkt sich langfristig auf Noten, Abschlüsse und Chancen aus.
Hürth folgt mit diesem Programm einem Trend, den mehrere Kommunen in NRW bereits eingeschlagen haben. Die Idee: Bildungsteilhabe hängt nicht vom Geldbeutel der Eltern ab. Wer das ernst meint, muss auch bei der Ausstattung ansetzen.
Welche Geräte werden gefördert?
Grundsätzlich werden Tablets und Laptops gefördert, die für den Schulunterricht geeignet sind. Eine Liste empfohlener Geräte wird von der Stadt in Abstimmung mit den Schulen herausgegeben. Wer bereits ein Gerät besitzt das für den Unterricht taugt, bekommt keinen Zuschuss — das Programm richtet sich ausschließlich an Neuanschaffungen.
Wie läuft die Beantragung ab?
Eltern die einen Zuschuss beantragen möchten, wenden sich zunächst an die Schule ihres Kindes. Dort erhalten sie die notwendigen Formulare und Informationen. Wer Fragen zur Einkommensstaffelung hat, kann sich direkt ans Jugendamt der Stadt Hürth wenden. Die Beantragung soll möglichst unbürokratisch ablaufen — kurze Wege, klare Fristen, schnelle Auszahlung.
Das Programm startet mit dem neuen Schuljahr im August 2026. Familien sollten die Beantragung daher rechtzeitig in die Wege leiten.
Ein Signal über Hürth hinaus
Die Initiative zeigt: Digitalisierung an Schulen ist keine Frage der Technik allein. Sie ist eine soziale Frage. Hürth investiert nicht nur in Glasfaser und Smartboards — sondern stellt sicher, dass die Kinder zuhause mitmachen können. Das ist konsequent gedacht.
