Waldbrand im Hohen Venn: Monschau lässt Ortsteil vorsorglich evakuieren
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UmweltQuelle: Tagesschau / WDR

Waldbrand im Hohen Venn: Monschau lässt Ortsteil vorsorglich evakuieren

Ein Waldbrand im belgischen Hohen Venn führt zu einer Vorsichtsevakuierung im Monschauer Ortsteil Kalterherberg. Die Lage zeigt, wie schnell Trockenheit und Wind auch in NRW zur Gefahr werden.

Ein Waldbrand im belgischen Hohen Venn hat in der Nacht zum Montag auch die deutsche Grenzregion erreicht. Die Stadt Monschau ließ die Straßenzüge Ruitzhof und Geisberg im Ortsteil Kalterherberg vorsorglich evakuieren. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Die Feuerwehr und weitere Einsatzkräfte beobachten die Lage, weil Wind und trockene Böden die Ausbreitung des Feuers erschweren.

Feuer breitet sich nahe der Grenze aus

Der Brand wütet in einem schwer zugänglichen Gebiet des Hohen Venns. Das Naturschutzgebiet liegt beiderseits der belgisch-deutschen Grenze. Die Löscharbeiten sind deshalb aufwendig: Unwegsames Gelände, Rauch und wechselnde Windrichtungen erschweren den Einsatz. Nach den Berichten des WDR näherte sich das Feuer am Sonntagabend der deutschen Grenze. In Monschau wurden deshalb Bewohnerinnen und Bewohner aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen.

Für die Betroffenen bedeutet das eine kurzfristige Ausnahmesituation. Auch Tiere mussten in Sicherheit gebracht werden. In einem betroffenen Bereich wurden Vorbereitungen getroffen, um rund 200 Rinder aus der Gefahrenzone zu bringen. Wie lange die Evakuierung dauert, hängt von der weiteren Entwicklung des Brandes und den Entscheidungen der Einsatzleitung ab.

Rauch ist selbst eine Gefahr

Neben den Flammen ist der Rauch ein wesentlicher Grund für die Vorsichtsmaßnahmen. Feine Partikel können die Atemwege belasten und insbesondere für Menschen mit Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderen Vorerkrankungen gefährlich werden. Wer Rauch wahrnimmt, sollte Fenster und Türen geschlossen halten, Lüftungsanlagen möglichst abschalten und die Anweisungen von Feuerwehr und Behörden beachten.

Auch im Rhein-Erft-Kreis zeigt der Brand, wie schnell sich eine angespannte Waldbrandlage in Nordrhein-Westfalen verändern kann. Trockenheit erhöht die Gefahr, selbst wenn ein Feuer nicht in unmittelbarer Nähe ausbricht. Spaziergänger sollten Absperrungen respektieren, keine Einsatzwege blockieren und offene Feuer sowie Zigaretten im Wald vollständig vermeiden.

Situation bleibt dynamisch

Am frühen Montagmorgen war die Lage in Kalterherberg weiterhin dynamisch. Während im Hürtgenwald nach einem großen Waldbrand bereits Entwarnung gegeben wurde, konzentrierten sich die Einsatzkräfte im Hohen Venn auf die grenznahe Gefahrenlage. Die Behörden informieren über die weiteren Schritte. Für die Bevölkerung gilt: Warnungen ernst nehmen, nicht in abgesperrte Bereiche fahren und bei Rauchentwicklung den Anweisungen der Einsatzkräfte folgen.

Stand: 17. August 2026. Quelle: Tagesschau/WDR, Bericht zur Lage in Nordrhein-Westfalen.

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